Marc Mandel im Kasseler Kulturbahnhof August 2012 (Foto: Ellen Eckhardt)
Marc Mandel im Kasseler Kulturbahnhof August 2012 (Foto: Ellen Eckhardt)

12.05.1948    geboren in Friedrichsthal/Saar, Schillerstr. 2a
1967-1997     Musiker, Disc-Jockey und Journalist
1997-2000     Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg
Seit 2001       Studium der Germanistik und Philosophie
Seit 2002       Freier Mitarbeiter beim Darmstädter Echo

 

Monografien:

 

2014                  Morden. Kurzgeschichten. Verl: chiliverlag.

2016                  Machen. Stilfibel. Verl: chiliverlag.

 

Hörbuch:

2016                  Morden. Kurzgeschichten. Verl: chiliverlag.

"Man lasse uns Künstler in Worten sein", forderte Hugo von Hofmannsthal. Kunst schaffen kann nur ein Künstler. Was aber heißt es, als Schreiber Künstler zu sein?
Zunächst heißt das, handwerklich sauber zu arbeiten, also klar, deutlich, knapp und bildhaft zu schreiben.
Mit Herzblut zu schreiben gelingt hingegen nur, wenn der Schreiber sein Thema und seine Figuren mag. Als Künstler lebt er nach den antiken Kardinaltugenden; er handelt weise, tapfer, maßvoll und gerecht. Als Erdenbewohner schränkt er nie die Interessen der anderen ein und achtet die Würde eines jeden Menschen.
Schriftsteller sind begierig, Neues zu erfahren; Künstler helfen Ihren Mitmenschen, wo Sie können. Sie machen sich nützlich, sind geduldig – mit sich selbst und mit den anderen. Sie schaffen ein Werk, das die Welt ein bisschen besser macht. Sonst ergäbe Kunst keinen Sinn.

Für die LiteraturInitiative im Verein Darmstadt KulturStärken e. V. habe ich die Öffentlichkeitsarbeit übernommen.

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Gelegentlich wird Marc Mandel auch als Laudator für die Eröffnung einer Kunstausstellung eingeladen:

Marc Mandel bei der Eröffnung der Ausstellung *... in Wort und Bild' in Groß Umstadt am 6.2.2015 (Foto: Ellen Eckhardt)
Marc Mandel bei der Eröffnung der Ausstellung *... in Wort und Bild' in Groß Umstadt am 6.2.2015 (Foto: Ellen Eckhardt)

Bilder für Publikationszwecke in hoher Auflösung können hier unter dem Impressum heruntergeladen werden.

 

Kurzbiographie:

Marc Mandel wurde 1948 in Friedrichsthal im Saarland geboren. Er war viele Jahre als Rockmusiker und Hotelpianist unterwegs. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Griesheim bei Darmstadt.

1968 schrieb er die ersten Kolumnen und satirischen Beiträge. Daneben entstanden Aphorismen, Gedichte und Kurzgeschichten. Er ist seit 2002 als freier Journalist unter anderem für das Darmstädter Echo tätig.

 

Seit 2014 veröffentlicht der Erzähler Marc Mandel seine Kurzgeschichten im chiliverlag von Franziska Röchter:

Morden! Kurzkrimis. Taschenbuch Verl: chiliverlag 2014.

 

Im gleichen Verlag erschien die Stilfibel:

Machen! Silben, Sätze, Sensationen. Marc Mandels minimalistischer Merkratgeber für moderne Manuskriptmacher. Verl: chiliverlag 2016.

 

Abdruck der Kurzbiographie honorarfrei. (c) 2016 MM.

 

Marc Mandel am 12. Oktober 2014 - Zeichnung: Gudrun Cornford
Marc Mandel am 12. Oktober 2014 - Zeichnung: Gudrun Cornford

 

Heute lebt Marc Mandel als freier Schriftsteller gemeinsam mit Ellen Eckhardt in Griesheim.

 

Ellen Eckhardt und Marc Mandel im August 2013 (Foto: Knut Grassmann)
Ellen Eckhardt und Marc Mandel im August 2013 (Foto: Knut Grassmann)

Petra Emmerich im Griesheimer Anzeiger
Weihnachtsausgabe 4.12.2014

 

Schaurig schöne Geschichten

Marc Mandel pflegt Tastenkultur als Musiker und Kurzgeschichtenautor

Marc Mandel hat als Hotelbar-Pianist fast die ganze Welt bereist. Heute schreibt er Kurzgeschichten die es in sich haben. Marc Mandel lebt in Griesheim (Foto: Ellen Eckhardt)

(pee) “Kunst ist Bauchsache, aber solides Handwerk ist die Bedingung!“ So lautet das Credo des Griesheimer Pianisten und Kurzgeschichtenautors Marc Mandel für sein eigenes Schaffen. Daraus leitet sich auch die Art und Weise der Annäherung an die ästhetische Welt ab: eine ganz subjektive Seite gepaart mit der nachprüfbarer Kriterien.

Weite Teile von Mandels Existenz verliefen entlang der fünf Notenlinien. Klänge und Melodien faszinierten ihn und die Auseinandersetzung damit erschöpfte sich nicht im Erlernen eines Instrumentes. In den beswingten sechziger Jahren fiel der Entschluss, nach den Erfolgen mit einer Schülerband ins Profilager zu wechseln. Besorgt wohlmeinende Eltern witterten das Schicksal eines brotlosen Künstlers, würde der Junge nicht eine Ausbildung in einem "erwerbssichernden Beruf“ absolvieren. Aber die Tätigkeit eines Großhandelskaufmanns, die sich zu weiten Teilen an einer Schreibmaschine oder am Telefon abspielte, machte den jungen Mann nicht recht glücklich.

Also doch der Wechsel zurück von den Plastiktasten der Schreibmaschine zu Ebenholz und Elfenbein am Klavier: Für mehr als dreißig Jahre verdiente Marc Mandel fortan sein Geld als Hotelbar-Pianist. Der Job ernährte nicht nur seinen Mann, sondern führte ihn ebenso kreuz und quer durch die Welt, dorthin wo sie am buntesten und lebendigsten ist.

Am bedeutsamsten waren für den Pianisten jedoch immer die Begegnungen mit Menschen: „Ich mag Menschen, wenn man miteinander ins Gespräch kommt, entdeckt man immer wie originell und einzigartig jeder Einzelne ist. Natürlich stellt es ebenso immer eine interessante Erkenntnis dar, wie normal und umgänglich viel umjubelte Prominente sind.“

Nur eine einzige Schattenseite hatte für Marc Mandel der geliebte Beruf: Die abendliche und nächtliche Arbeitszeit verhinderte weitestgehend die eigene Teilnahme am kulturellen Leben. Als Insider der Musikszene und Kenner des Metiers hatte er nebenbei immer wieder für Musikzeitschriften Artikel verfasst. Dabei kam ihm der Effekt zugute, dass Mandels anderes Sehen aufgrund einer extremen Kurzsichtigkeit anderes Hören begünstigt. Seine Sensibilität und Klangempathie, das Sensorium des Bauchgefühls machten seine Artikel und Aufsätze zu beachteten Veröffentlichungen. Je differenzierter der Eindruck, desto präziser der Ausdruck: eine journalistische Ausbildung fehlte Marc Mandel dabei in keiner Weise. Sein schriftstellerisches Naturtalent offenbarte sich ihm deutlich, die Wortlust packte ihn und sollte ihn nicht mehr loslassen. Tatsächlich verschob sich die Lebenslinie vom Notenblatt in die Schriftzeilen.

Wie oft entfalten scheinbar marginale Ereignisse in Biographien enorme Bedeutung! Das gesamte Dasein wandelt sich aufgrund eines Impulses - soll man da von Zufall, Schicksal oder Vorsehung sprechen? Nach diversen Dur- und Moll-Akkorden in der privaten Lebensharmonie, einer Zeit überwundener Tiefen und wiedergefundener Höhen, die auch mit einigen Ortswechseln verbunden war, hatte es Marc Mandel schlieslich nach Darmstadt verschlagen, wo er bei einem Freund ein kleines Quartier bezog. So wurde er zwangsläufig zum Waschsalonkunden, nicht ahnend, wie tiefgreifend sich zwischen den Münzlavamaten seine Zukunft entscheiden würde: das Werbeplakat de Abendgymnasiums gab den Ausschlag. Marc Mandel drückte mit Eifer und Fleiß die Schulbank, wurde Abiturient und schließlich Student der Philosophie, Musik und Literatur.

Sein Leben bereicherte sich durch die vielfältigen Möglichkeiten der Annäherung an Künste und den Auseinandersetzungen mit Werken. Ebenso hinterließen neue Begegnungen mit interessanten Menschen prägende Spuren in seiner Entwicklung. Die Ideenstrukturen und theoretischen Gebäude hinter der ihm so wohl vertrauten Praxis erschlossen neue intellektuelle Vergnügen: “Wenn ich mich mit Kunst befasse, möchte ich, dass da oben im Kopf etwas passiert! Die Beschäftigung ist geistige Fitness.“ Nur wenn die Reizleitungsbahn vom Bauch aus ins Gehirn aktiviert ist, ist für Marc Mandel Kunst perfekt; alles andere gerät in Gefahr durch Theorielastigkeit, Symbolüberfrachtung und Konzeptphilosophien den Produzenten eines Werkes in den Vordergrund zu rücken. „Verkopftheit ist geradezu der Feind von Kunst. Sie muss sinnlich sein und zu wirken trachten, ansprechen und berühren wollen, ein starkes Kommunikationsmittel“, sagt Mandel.

Dieses sinnliche Wahrnehmen ist weder aus der Ton- noch aus der Bild- oder Wortkunst wegzudenken. Entsprechend arbeitet Marc Mandel in allen drei Feldern als Musiker, Fotograf und Autor. Das Zusammentreffen mit dem renommierten Feuilleton Redakteur Johannes Breckner stand am Anfang einer Jahrzehnte währenden Jouranalistenkarriere beim „Darmstädter Echo“. Nachhaltig wirkte ebenfalls der Kontakt zur Literatengruppe Poseidon. Im Kreis der schöngeistigen Schreiber fand Marc Mandel Ermutigung, Anerkennung und Beachtung für seine außerjournalistischen Texte.

Wieder einmal parallel, „so nebenher“zum Broterwerb, konnte er eine Verlegerin auf Anhieb für sein schriftstellerisches Schaffen faszinieren. Sie las Sprachkunst auf hohem Niveau mit feinsinniger Wortwahl in originellen Handlungen aus den Geschichten und brauchte nicht viel Mut, sich zur Publikation eines Buches zu entschließen. Selbst wenn ihr das Herz blutete bei der verknappenden Bezeichnung „Kurzkrimi“ musste sie die Entscheidung fällen, Mandels Kleinodien unter dieser Kategorie zu veröffentlichen. Ohne derlei marktgerechte Etikettierungen beraubt man sich des wirtschaftlichen Erfolgs. Der blieb wahrlich nicht aus, die erst Auflage der „Morde“ ist verkauft, die zweite ist kürzlich im chili-Verlag erschienen. Auch die zweite Sammlung von Geschichten, die in ihrer Konzentriertheit und Dichte vor psychologischer Spannung nur so knistern, wächst im Hinblick auf einen Buchmesse nahen Veröffentlichungstermin.

Marc Mandel macht keinen Hehl daraus, großer Bewunderer der Kultur amerikanischer Shortstories zu sein. Ein eigenwilliges Genre, das vor allem von der spröden Eleganz der sprachlichen Gestaltung lebt. Seine „Morde“ zeigen Menschen in den Momenten, in denen sie ihre Grenzen überschreiten, aus sich selbst herauswachsen. Die schwarze Seite, die so nahe unter der weißen liegt, kehrt sich heraus und verschwindet wieder – oder? Auch das Töten sieht Marc Mandel auf eine ganz andere Weise als die üblichen Unterhaltungs-Krimiautoren. Aber Achtung, die Geschichten wollen genossen werden.Wie der echte Connaisseur einen Abend mit einem einzigen Glas guten alten Whiskey zubringen kann, so sollte man auch in Marc Mandels Geschichten Satz für Satz seine Wirkzeit einräumen und dazwischen immer mal wieder die Augen schließen zum sinnlichen Sehen.

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Homepage des Autors Marc Mandel Darmstadt

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Machen! Silben, Sätze, Sensationen. Marc Mandels minimalistischer Merkratgeber für moderne Manuskriptmacher. Verl: chiliverlag 17. März 2016.

 

Die Sammlung 'Morden' enthält 19 eher satirische Kurzkrimis. Sie verführen zum Selberdenken.

Verl: chiliverlag Juni 2014.

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Bücher des Erzählers Marc Mandel erscheinen im chiliverlag. Näheres findet man hier.

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(John Lennon)